In Reflexion des Ersten Weltkriegs entstand ein zeitloses Drama mit offenem Ende: Ein Soldat verkauft dem Teufel seine Seele – nach einem russischen Märchen von Alexander Afanassjew, einst bezogen auf die Rekrutierungspraxis unter Zar Nikolaus I. Zum lakonischen Ton des Librettos Ramuz’ stellt Stravinsky eine Musik, die durch Folklore- und Jazz-Elemente zur Stilkollage erweitert ist. Zusammen entsteht kein politisches Lehrstück, sondern ein Musiktheater, das das kritische Gespür des Publikums zum Zeitgeschehen schärft: Es erzählt von den immerwährenden Verlockungen von Geld und Macht, von den resultierenden, of gewaltvollen Konsequenzen. Bis heute wirkt das erstaunlich aktuell.
Karolina Weltrowska • Violine
Nicola Vock • Kontrabass
Jens Singer • Klarinette
Michael Kaularzt • Fagott
Peter Harsanyi • Trompete
Vincent Warratz • Posaune
Philipp Strüber • Schlagzeug
Nicolai Bernstein • Leitung
Graham F. Valentine • Sprecher
Till Bürgin • Performance
Igor Stravinsky | 1882 - 1971
L’Histoire du Soldat | 1918
Libretto in schottischer Fassung von Graham F. Valentine
Traditionelle schottische Balladen