Ten Thousand Birds basiert auf den Gesängen von Vögeln, die in der Region, in der das Werk aufgeführt wird, heimisch sind oder vorbeiziehen. Abermals sucht John Luther Adams musikalischen Bezug zur Natur, einem Leitfaden in seinem Schaffen. Der Fokus liegt auf den feinen Details der Vogellieder. Die Zeit wird nicht gemessen; jede Seite der Partitur bildet eine in sich geschlossene Welt mit eigenem Raum und eigener Zeit. Die Musik entfaltet sich zu Projektionen der Zeichenstudien des bekannten amerikanischen Ornithologen John J. Audubon und ihrer visuell-räumlichen Transformation durch die Frankfurter Künstlerin Béatrice Steimer unter Einbezug filmischer Kurzportraits aller beteiligten Musiker:innen von Alarm Will Sound (GRAMMY 2026). Am Ende öffen sich die Tore zwischen Musik- und Naturwahrnehmung, das Naxos Hallenkonzert bewegt sich nach draußen.
Den Ausklang im Foyer gestaltet ein Modularsynthesizer-Set des Klangzauberers Matthew Ryals aus New York City.
Alan Pierson • Leitung
Béatrice Steimer • Videoskulpturen & Live-Zeichnungen
Matthew Ryals • Modularsynthesizer
John Luther Adams | *1953
Ten Thousand Birds | 2014
Béatrice Steimer
Videoskulpturen & Live-Zeichnungen auf Projektionen aus: John J. Audubon - The Birds of America | 2026 ✶
Matthew Ryals
Solo-Set für Modularsynthesizer | 2025/26
✶ Werkauftrag der Naxos Hallenkonzerte