Kurz nach dem Untergang der jungen Weimarer Republik wird Kurt Weills Oper Der Silbersee uraufgeführt, doch bald darauf von den Nationalsozialisten abgesetzt und verboten. Der Komponist, der seine Fähigkeiten in der freiheitlichen und energiegeladenen Atmosphäre der 20er Jahre noch uneingeschränkt entfalten konnte, flieht und wird Deutschland nie wieder betreten. Gleichzeitig geht das Programm auf die Katastrophe des Jahres 1933 ein: Le Train Du Ciel warnt vor einem schwarzen Zug als drohende Alternativ-Verbindung, falls diejenige in den Himmel verpasst wird. Seeräuber-Jenny beschreibt die Rachefantasien der sozial Marginalisierten. Youkali wurde zur Hymne der Résistance, indem es von der Insel der Träume, Menschlichkeit und Liebe erzählt.
Karolina Weltrowska • Violinen
Vladislav Belopouchov • Violinen
Sebastian Steinhilber • Viola
Larissa Nagel • Cello
Nicola Vock • Kontrabass
Katrin Szamatulski • Flöte
Jens Singer • Klarinette
André Machado • Oboe
Ayumi Mita • Englischhorn
Michael Kaulartz • Fagott
Taher Salah-Eldin • Horn
Peter Harsanyi • Trompete
Lars Winter • Posaune
Lucas Dillmann • Schlagzeug
Ekaterine Kintsurashvili • Klavier
Nicolai Bernstein • Leitung
Vladimir Kornéev • Gesang
Kurt Weill | 1900-1950
Suite aus der Oper Der Silbersee | 1932
Youkali | 1934
Le Train Du Ciel | 1934
Alabama Song | 1927
Mischa Spoliansky | 1898-1985
Lila Lied | 1920
Friedrich Hollaender | 1896-1976
Wenn ich mir was wünschen dürfte | 1930
Erwin Schulhoff | 1894-1942
Suite aus der Tanzgroteske Die Mondsüchtige | 1925
Frederic Rzewski | 1938-2021
Les Moutons de Panurge | 1969